
1. Strategische Handlungsfreiheit sichern
Selbstbestimmte IT beginnt mit transparenten Abhängigkeiten und echten Wahlmöglichkeiten. Wir bewerten bestehende Herstellerbindungen, Verträge und Architekturen und entwickeln daraus eine schrittweise Roadmap. Multi-Vendor-Strategien, Open Source und offene Standards schaffen dabei die Grundlage für mehr Interoperabilität, schützen Investitionen und stärken die eigene Entscheidungsfähigkeit.
2. Infrastruktur und Cloud portabel gestalten
Eine souveräne Infrastruktur verbindet geeignete Betriebsmodelle, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen. Unser Zielbild kombiniert On-Premises-Umgebungen, souveräne europäische Cloud-Angebote und – wo fachlich sinnvoll – weitere Cloud-Modelle. Die Platzierung der Workloads folgt dabei klaren Kriterien wie Datenschutz, Verfügbarkeit, Portabilität und Kosten.
Mögliche technische Bausteine sind offene Virtualisierungs- und Containerplattformen, Infrastructure as Code, GitOps sowie standardisierte Images und Formate.
Entscheidend ist eine Architektur, in der Anwendungen und Daten kontrolliert zwischen Betriebsumgebungen verschoben werden können. Dadurch bleiben Organisationen bei regulatorischen, wirtschaftlichen oder strategischen Veränderungen handlungsfähig.
3. Software unabhängig entwickeln und betreiben
Souveräne Softwareentwicklung verbindet technische Qualität mit langfristiger Wartbarkeit. Damit Anwendungen unabhängig weiterentwickelt und sicher betrieben werden können, verankern wir folgende Prinzipien über den gesamten Softwarelebenszyklus:
- Open-Source-First, wo fachlich sinnvoll
- offene APIs und Standards
- Security by Design
- DevSecOps
- Architektur- und Lizenzgovernance
- dokumentierte Betriebs- und Wartungskonzepte
4. Datenhoheit durchgängig gewährleisten
Datenhoheit setzt voraus, dass Speicherorte, Zugriffe und Übertragungswege jederzeit nachvollziehbar und steuerbar bleiben. Dafür verbinden wir transparente Datenmodelle, klare Verantwortlichkeiten und technisch durchsetzbare Regeln in folgenden Bereichen:
- nachvollziehbare Datenflüsse und Speicherorte
- Klassifikation und Zugriffskontrolle
- Portabilität und neutrale Formate
- standardisierte APIs
- DSGVO by Design & Default
5. Sicherheit und Resilienz fest verankern
Kritische Services müssen auch bei Störungen, Angriffen oder dem Ausfall einzelner Anbieter verfügbar bleiben. Deshalb planen und überprüfen wir Schutzmaßnahmen, Überwachung und Wiederanlauf als festen Bestandteil der Gesamtarchitektur:
- ISMS-orientierte Governance
- Zero-Trust-Prinzipien
- Monitoring, Logging und Incident Response
- Backup, Recovery und Business Continuity
6. Kompetenzen und Verantwortung stärken
Technische Unabhängigkeit wird erst durch organisatorische Handlungsfähigkeit dauerhaft wirksam. Wir unterstützen beim Aufbau interner Kompetenzen, gestalten klare Entscheidungs- und Governance-Prozesse und definieren belastbare Rollen. Eine nachvollziehbare Dokumentation von Architektur- und Betriebsentscheidungen sorgt dafür, dass kritisches Wissen in der Organisation verbleibt.
Unser Weg zur digitalen Souveränität
Von der Bestandsaufnahme bis zur kontinuierlichen Verbesserung führen fünf aufeinander abgestimmte Schritte zu messbar mehr Kontrolle, Portabilität und Resilienz:
- 01
Assess
Abhängigkeiten, Datenflüsse, Anbieter, Verträge und technische Risiken systematisch analysieren.
- 02
Design
Zielarchitektur, Entscheidungsprinzipien und eine passende Governance entwickeln.
- 03
Transform
Migrationen und organisatorische Änderungen priorisieren und kontrolliert umsetzen.
- 04
Operate
Plattformen sicher betreiben, überwachen und Betriebswissen nachvollziehbar dokumentieren.
- 05
Improve
Abhängigkeiten, Sicherheit, Kosten und Portabilität kontinuierlich überprüfen und optimieren.